Die persönliche optimale Autobahngeschwindigkeit

In diesem Beitrag möchte ich meine persönliche Eindrücke und Erfahrungen zum Thema Geschwindigkeit auf der Autobahn mit den Lesern teilen. Jeder, der viel unterwegs ist, kennt das wahrscheinlich: die Frage nach der persönlichen optimalen Geschwindigkeit für die Autobahn. Da sind zum Beispiel die Leute, die die Meinung vertreten, immer so schnell wie möglich bzw. erlaubt fahren zu können oder zu müssen. Oft, weil Sie der Meinung sind, so am schnellsten voran zu kommen. Dann gibt es die andere Seite wie mich, die festgestellt haben, dass eine bestimmte Geschwindigkeit den besten Kompromiss aus schnell Vorankommen und dennoch stressfreien und ökonomischen Reisen darstellt. Die Sonntagsfahrer lassen wir mal aussen vor.

Während meiner vielen Fahrten mit dem Auto kreuz und quer durch Deutschland habe ich praktisch alle Geschwindigkeitsbereiche ausprobiert bzw. feststellen dürfen, welche Fahrweise für mich am sinnvollsten ist. Hierbei hat sich ein Tempomat immer als ziemlich hilfreich erwiesen. So liegt mein persönlicher Rekord für 500km bei knapp unter 3 Stunden, genauso bin ich aber auch schon eine Strecke von 300km mit Tempomat auf 110km/h eingestellt gefahren. Dies hat dann etwas über 3 Stunden gedauert.

Schnelles fahren geht auf die Geldbörse

Egal ob mit einem Diesel oder Benziner. Ich hatte des Öfteren die Möglichkeit, längere Autobahnstrecken in der Nacht zurückzulegen. Das ist mir persönlich sowieso die liebste Zeit, weil einfach weniger Verkehr unterwegs ist. Kaum LKW, keine Sonntagsfahrer und auch sonst nur wenige und wenn, dann eher erfahrene Autofahrer unterwegs sind. Dann bietet sich einem die Möglichkeit, lange Strecken in wirklich kurzer Zeit zurückzulegen. Allerdings sind diese Vollgasorgien recht teuer, so habe ich mit meinem 528i E39 auf 500km gute 85 Liter verfahren. Das heisst, dass ich leider einen nach 400km nochmals einen Zwischenstopp zum Tanken einlegen musste, was sich natürlich negativ auf die Fahrzeit ausgewirkt hat. Leider geht das Tanken nicht immer so schnell wie in der Formel 1. Die gleiche Strecke bei freier Autobahn mit einer selbstauferlegten Beschränkung durch den Tempomat auf 160 hat zwar knapp 45 min länger gedauert, allerdings musste ich nicht nachtanken und hatte sogar noch etwas Sprit drin. Die Differenz zum Vollgastrip betrugen ca. 30€. Da muss ich sagen, dass mir die 45 min keine 30€ Wert sind. Dies ist allerdings nur ein Auszug meiner persönlichen Erfahrungen.

140km/h als optimale Geschwindigkeit

Im Großen und Ganzen fahre ich abhängig von der Verkehrslage in 85% der Fälle nicht schneller als 140 km/h. Dies liegt unter anderem einfach daran, dass man nicht zu häufig bremsen muss, besonders wenn die Autobahn voll ist,man trotzdem noch zügig unterwegs ist und wenn man mal überholt, auch, je nach Fahrzeug, seine Geschwindigkeit schnell erhöhen kann. Des Weiteren ist der Spritverbrauch in einem passenden Verhältnis zur zurückgelegten Strecke und dafür benötigten Zeit.

Teilschuld bei Überschreiten der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h

Ein weiterer Vorteil ist, dass man im Falle eines Unfalls einer Teilschuld, die bei Geschwindigkeiten jenseits der Richtgeschwindigkeit, welche ja 130km/h beträgt, wie wir alle in der Fahrschule gelernt haben, entgeht. Diese Teilschuld bekommt man im Grunde immer zugerechnet wenn man schneller als die Richtgeschwindigkeit fährt wie aus einigen Gerichsturteilen hervorgeht; z.B. Oberlandesgericht Nürnberg (Aktenzeichen: 13 U 712/10) oder Landgericht Coburg (Aktenzeiche: 12 O 421/05). Wenn man die Tachovoreilung und weitere Toleranzen von 140km/h abzieht bleibt effektiv wohl nicht mehr als ca.  130km/h übrig.

Kilometerfressen auch ohne Vollgasorgien möglich

So bin ich aufgrund meiner Erfahrung im kilometerfressen zu dem Schluß gekommen, dass für mich die persönliche optimale Geschwindigkeit bei 140km/h liegt. Das heißt nicht das ich vollkommen auf schnelles fahren (+200 Km/h) verzichte aber ich versuche nicht ständig das Auto immer mit der schnellstmöglichen Geschwindigkeit zu bewegen.

 

die Autobahn ist keine Rennstrecke

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